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Mode mit Bart: Der Lumbersexual

Seit Oktober füllen sie die Modeseiten der Magazine und sind Gegenstand von Diskussionen von Fernsehshows vor allem in den angelsächsischen Ländern. Inzwischen sind sie aber auch immer öfter auf den Straßen zu sehen, vor allem in den großen Metropolen wie Berlin, Köln, Hamburg oder München in Deutschland: Junge Männer mit Bart, kariertem Hemd, legerer Hose und schicken Boots. Nun hat dieser Modestil auch seinen Namen gefunden: Lumbersexual – und in seiner eher sanfteren, urbanen Form den Namen Metrojack.

Dabei ist es noch nicht allzu lange her, da konnte die Kosmetikindustrie ihr Idol der Welt als Standard für alle Männer präsentieren: den Metrosexual. Ohne Haare am Körper, gepudert, parfümiert und manikürt schritt dieser Mann – angeblich unwiderstehlich für alle Frauen der Welt – durch die Weltstädte. David Beckham, ein Mannsbild schon zu seiner Zeit als Fußballstar bei Manchester United, wurde zum Aushängeschild des Metrosexuellen. Und – wie nicht anders zu vermuten – wurde dieser Stil auch das Ideal der Gay Communitys dieser Welt. Empfand man den Metrosexuellen in seiner Aufmerksamkeit dem eigenen Körper gegenüber auch dem Vorurteil entsprechend, dass schwule Männer ihren Körper deutlich besser behandeln und pflegen als der gewöhnliche heterosexuelle Mann.

So füllten sich die großen Städte der Welt ebenso rasch mit dem neuen Typus, wie die Enthaarungsstudios und die viel neuen Duftwassermarken für Männer aus dem Boden sprießten. In der schwulen Szene verschwanden nach und nach die letzten Haare aus den Gesichtern der Männer, auch jener, die noch zwei Jahrzehnte vorher vor allem mit Schnauzern die Lokale gefüllt hatten. Doch heute scheint der Metrosexuelle eine aussterbende Spezies zu sein.

In den großen Städten von New York bis Los Angeles, von London bis Sidney erschien schon vor einigen Jahren ein neuer Typus Mann, der vor allem die Trendforscher überraschte: der Hipster.Der Hipster ist eine modernere, US-amerikanische Ausprägung des europäischen Bohemien des 19. und frühen 20. Jahrhunderts. Im Gegensatz zum vermeintlichen Spießer beschrieb Hipster eine Kultur, die einen umweltbewussten Lebensstil hat und die in ihrer modischen Erscheinung auf altertümlich wirkende Brillen, enge Hosen, und eben auch auf Bärte setzte.

Das Aufkommen des Hipster war vor allem für die Kosmetikindustrie in den angelsächsischen Ländern ein Schock: Brachte sie doch Einbrüche beim Verkauf der entsprechenden Utensilien für die Haarreduktion und die Hautpflege. Im letzten Frühjahr kam dann Hoffnung auf. In vielen Zeitungen wurde das Ende des Hipster beschworen und die Rasierer gewetzt. Vor allem Frauen wurden wieder angeführt, die Männer mit Bärten nicht zusagen würden. In den schwulen Szenen blieb auch der Hipster schon eher die Ausnahme als die Regel. In Deutschland schien er nur in Berlin-Kreuzberg in sehenswerter Anzahl vorzukommen. Doch nun es scheint es, als habe sich die Industrie zu früh gefreut. Denn nun schwappt vor allem aus den angelsächsischen Metropolen die noch viel krassere Form des urbanen Waldmannes in die Lokale: der Lumbersexual.

mode mit bart 02

Statt eines sauber gepflegten Bartes lässt er seinen Bart erst richtig sprießen. Statt Hemden mit ausgefallenen Mustern wird auf das karierte Hemd der amerikanischen Holzfäller zurückgegriffen. Einige Attribute bleiben aber dem Hipster gleich: Er achtet sehr auf gesundes Essen und er ist allen modernen Kommunikationsmitteln gegenüber sehr aufgeschlossen, auch wenn er so aussieht, als wenn er gerade aus dem Walde käme. Auch ist der wilde Bart eher eine Fiktion, da mit Bartwachs und Bartöl penibel gepflegt.
Für viele in der schwulen Szene ist er aber wie ein Deja Vu: Als wären die siebziger Jahre wieder auferstanden, als die große Mehrheit der schwulen Männer einen Bart im Gesicht hatte, sich mit einer Levis 501 kleidete und an den Füßen die typischen Adidas, Marke Roma, trug. Doch erstaunlicherweise scheint auch in diesem Bereich die schwule Szene, gleich ob in den angelsächsischen Ländern und erst recht hierzulande, dem neuesten Modetrend hinterher zu hinken. Überall dominiert immer noch der glatt rasierte Mann oder drei Tage Bärte die Szene. Schwule Männer mit großem Vollbart bleiben die Ausnahme.
Vielleicht schafft es aber der Metrojack, die seichtere und urbanere Variante - und vor allem eine, die auch jene ohne Probleme tragen können, denen der große Bartwuchs verwehrt bleibt – die schwule Szene wieder auf den aktuellen Stand der Mode zu bringen. (ca)

Darkrooms auf Bärenpartys?
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Location:


Turistarama (alte Lupe 2)


Mauritiussteinweg 106


(Nähe Neumarkt)