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Wir stellen die DJs Sean und Nacho vor.

Einer der herausragenden DJs/Producer aus Barcelona ist im Jahr 2010 Nacho Chapado (www.myspace.com/nachochapado). Er hat eine Reihe von progressive tribal house-Hits, die immer stärker werden, und einen individuellen, energischen live Club-DJ-Sound. Man kann ihn bei Events wie Pride Madrid, Circuit Festival Barcelona, Pride Zürich und Gay Village Rom antreffen. Er wird bald zum ersten Mal in Köln auf der Nightkomm spielen und etwas später in diesem Jahr auf dem von der Box selbst veranstalteten Event (mehr Information dazu gibt es in späteren Artikeln, also bleibt dran). Seine aktuellen Songs sind Nacho Chapado & Manuel Carranco “Eye Contact”, Nacho Chapado & Smaz Feat Sue McLaren “Between heaven And Earth” und auf dem Gebiet des Remix, Remixes for Natalie Gauci “Without You”, Dr Kucho & Pedro del Moral “Mr Lawrence”, und zusammen mit dem ebenfalls aus Barcelona stammenden DJ Ivan Gomez der Remix von Oscar G & Ralph Falcon “Dark Beat”.

Lasst uns also hören, was die beiden auf unsere „Rock the Box“-Fragen antworten!

Rock the Box: Warum sollten die Leute euch live hören, statt vor dem Internet zu sitzen?

Nacho Chapado: Ich kombiniere gerne Tribal-Rhythmen mit den Melodien der besten Tracks vom progressive House. Ich verbringe viele Tage dabei, die Musik für meine Sessions auszusuchen und denke immer daran, wozu die Leute auf der Tanzfläche wohl am liebsten tanzen wollen.

HifiSean: Ich mache nie im Voraus Planungen für Sets, da ich mich von der Energie der Tanzfläche anregen lasse und man von mir weiß, dass ich meine Sets wie eine Achterbahn wirbeln lasse. Ich mixe vollständig live und hoffe, dass mein Publikum mitkriegt, dass diese Musik einzigartig für diese Nacht ist. Ich nenne meine Musik Psychedelic House Music, weil ich mich nicht an Genres halte. Ich finde Tracks, die mir gefallen und einzigartige Produktionen sind. Ich hasse DJs, die sich durch ‚Styles und Genres’ einengen lassen. Wer erklärt mir den Unterschied zwischen progressive house und tech house? Für mich ist house music eben house music und wie in jeder anderen Kategorie gibt es hier sehr gute Sachen, aber auch eine Menge Scheiße. Ich filtere das nach meinem persönlichen Geschmack und Vorliebe, so wie es ein DJ halt machen sollte – die Leute kommen, um an dieser Persönlichkeit teilzuhaben und meinen Geschmack auf der Tanzfläche zu teilen. Ich bin keine Musikbox!

Rock the Box: Wohin geht ihr am Liebsten zum Tanzen?

HifiSean: Beyond in der Area London und Souvenir in Barcelona.

Nacho Chapado: In jedem Club der Welt, wenn es große Lautsprecher gibt und die Musik fasziniert!

Rock the Box: Sex oder Verliebtheit?

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HifiSean: Verliebtheit mit viel Sex.

Nacho Chapado: Erst Verliebtheit und dann Sex, immer in dieser Reihenfolge.

Rock the Box: Was war das verrückteste Erlebnis eurer Karriere als DJ?

HifiSean: Jemand war so besoffen, dass er dachte, bei mir wäre die Bar und wollte eine Runde Getränke bestellen.

Nacho Chapado: Vor mehreren Jahren arbeitete ich noch mit Vinylplatten und in einem nicht-schwulen Club. Ein Mädchen umarmte mich von hinten und hielt mich fest, ich konnte das nächste Album nicht mixen. Schließlich machte ich ihr begreiflich, dass ich arbeiten musste, und habe irgendwie weitergemixt.

Rock the Box: Was ist das Beste am Leben als DJ?

Nacho Chapado: Mit Musik zu arbeiten ist das Beste, was mir im Leben passieren konnte! Es ist auch wunderbar, immer neue Städte kennenzulernen und zu reisen.

HifiSean: Dass ich mit Anderen den Genuss an der Musik teilen kann, die ich suche und finde, und dass ich den Leuten neue Sounds vorstellen kann.

Rock the Box: Was ist das Schlimmste am Leben als DJ?

HifiSean: Einige andere DJs!

Nacho Chapado: Nichts. Es ist toll, ein DJ zu sein.

Rock the Box: Was ist im Moment die Lieblingstrack, und warum?

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HifiSean: Stefano Noferini “Aint No Moutain High Enough”. Dieser Track schuldet dem althergebrachten gefilterten house camp eine Menge, aber es transformiert es vollkommen in eine neuen neuen Bereich von tech house. Es ist 100% die Musik, die mir gefällt: einzigartig, original, schön und Psychedelic House Music!

Nacho Cahapado: Meistens das letzte Stück aus meinem Set, gewöhnlich ein wiederbelebtes Lied, das besondere Erinnerungen in mir und meinen Besuchern weckt.

Nächsten Monat werden wir euch ein paar heiße Party-Tipps geben, damit ihr aus dem Winterschlaf erwacht, aber jetzt erst mal ein paar Lieder zum Aufwärmen, ohne dass ihr aus dem Haus müsst.

MIKE’s PICKS OF THE MONTH

Christian Marin “Feel This Vibe” – Soulman Music. Großraum-House mit dickem, sexy Bass.
Marco Lys, Chris Lake “Violins” - Blanco y Negro. Epische Streicher und verträumte Melodien.
Daddy’s Groove, Bob Sinclar “Auntie Agony” (club mix) - News. Ein progressiver Trip.
Ron Carroll, Mad Mark “Fly With Me” (mischa daniel’s minimal acid mix) - Generation. Wenn euch Olive’s “You’re Not Alone”gefallen hat, werdet ihr diesen Remix auch mögen.
Exit Earth “The Sun” (jean philips & mike kelly deep tech instrumental) – Sorry Shoes. Vielleicht bin ich voreingenommen, aber ich mag den massiven trancey Arpeggiator und die techno- Drums.
Tut den Künstlern einen Gefallen und holt euch die Musik von euren bevorzugten Portalen, aber bitte nicht von illegalen Tauschbörsen. Die Künstler wollen auch leben!

Der Londoner „HifiSean“ (www.facebook.com/hifisean) war vor Jahren der Sänger der britischen Band The Soup Dragons, aber kürzlich wurde er nach seinen bahnbrechenden Sets im Beyond, Our House, Barcode, Hustlaball und Hard On unter die fünf Top-DJs des Jahres von Sceenqueen.com nominiert. Er hat auch im Studio gearbeitet, und zwar Remixes von Paul King “If you want some”, Dean Newton + Huggy “Inizio”, Oliver M & Jean Phillips Feat Sua Amoa “Strings of Motion”, Paul James “Computerised” und Nick Hook “Amber Dawn”.