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BOX: Einige Fragen zu deiner Person: Woher kommst du? Wo lebst du? Was machst du?

Henk: Hallo liebe Bären. Ich wohne schon seit fast 18 Jahren in Amsterdam. Geboren wurde ich aber in Bad Neuschans, an der Ostfriesischen Grenze.

 

Ich sage immer, dass ich Porno mache. Ich bin aber Steuerinspektor und damit Beamter (lacht). Aber darauf erhalte ich immer langweilige oder schwierige Fragen. In meiner Freizeit habe ich aber keine Lust, die zu beantworten.

BOX: Du bist in der „Bärenszene“ kein Unbekannter. Wie hast du zu ihr gefunden?


Henk: Ich bin schon immer an behaarten Männern mit Bart interessiert gewesen. Schon als ich Anfang Zwanzig war, habe ich Veranstaltungen für Bären besucht. In den 80-er und 90-er Jahren bin ich oft mit Freunden zu den Bärentreffen nach Köln gefahren.

BOX: Was unterscheidet für dich die Bärenszene von anderen Szenen in der Community?


Henk: Die Bärenszene ist für mich Gemütlichkeit (auf Holländisch „gezellig“), sie ist offen und unkompliziert. Einfach easy! Jeder ist willkommen. Wie man aussieht oder was man trägt ist nicht wichtig.
Man kann jeden Fetisch in der Bärenszene ausleben. Und bei der Musik findet man auf Partys alles, von Schlager bis Techno. Das gefällt mir.

BOX: Was hat dich bewogen, an einer Wahl zum Mr. Bear teilzunehmen?


Henk: Ich fühle mich sehr wohl in der Bärenszene. Als ich sah, dass auf Facebook Kandidaten gesucht wurden, habe ich mich angemeldet. Ich dachte, ich könnte ein guter Vertreter der Holländischen Bärenszene sein.

Als ich schließlich gewählt wurde, empfand ich das als eine unglaubliche Ehre und habe mich riesig gefreut.

BOX: Wie erlebst du die Bärenszene in den Niederlanden?

Henk: Die Bärenszene in den Niederlanden ist nicht ganz so groß, aber sehr nett. Es gibt einige große Bärenpartys wie Bear Necessity und Furball, einmal pro Monat eine Bärensauna in der NZ Sauna und einige kleine Treffen der Dutch Bears im Queens Head und sogar in Eindhoven.

Und natürlich jetzt den Bearpride Amsterdam im März, dieses Jahr zum dritten Mal und es wird immer größer und besser.

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BOX: Und du selbst? Brauchst du denn überhaupt „die Szene“?


Henk: Ja, ich brauche die Szene! Um mich mit Freunden und Bekannten und natürlich netten anderen Bären aus dem Ausland (die Deutschen Bären finde ich besonders sexy ;-) ), die vor allem zu den großen Partys kommen, zu treffen.

BOX: Wie gedenkst du deine Funktion als Mr. Bear wahrzunehmen?


Henk: Ich möchte das fortsetzen, was mein Vorgänger Maurice begonnen hat. Möglichst auf vielen Baer Prides oder Gay Prides anwesend sein. Gerade auch, um der Holländischen Bärenszene zu mehr Bedeutung zu verhelfen. Ich glaube ein Schärpenträger sollte das Gesicht der Bärenszene sein, offen und zugänglich, die Stimme der Bären.


BOX: Gibt es etwas, für das du dich besonders engagieren möchtest?


Henk: Besonders möchte ich jungen Bären beim Coming Out helfen (und es ist super, dass so viele junge Bären heutzutage einen Bart tragen). Und als HIV-positiver Bär möchte ich ein Vorbild sein und zeigen, dass man damit gut leben kann.


BOX: Bei welchem Event wird man dich als nächstes treffen können? 


Henk: Ich hoffe bei vielen Veranstaltungen dabei zu sein. Als nächstes bin ich im April in Köln zur Eröffnung der neuen Bärenbar Gentle Bears und im Mai bei den Bear May Days.
Falls die Boxleser Bären noch Vorschläge haben, ich freue mich über Vorschläge.