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Mr. Bear Germany 2013: Maik Conrath

Maik Conrath ist Mr. Bear 2013. Mit großem Vorsprung gewann er die Wahl beim German Bear Pride Cologne 2012. Wir sprachen mit ihm nach der Wahl.

Wo bist du geboren?

Im Marien-Hospital in Herne im Ruhrpott

Und wo aufgewachsen?

In Herne

Zur Schule gegangen?

Grundschule Düngelstaße in Herne und danach die Hibernia Schule in Herne

Welche Ausbildung hast du gemacht und wo war das?

1996 begann ich meine Ausbildung zum Schornsteinfeger in Recklinghausen-Süd

Wie und wann war dein Coming Out?

Wann? Als ich sechzehn Jahre alt war, habe ich es meiner besten Freundin gesagt, ein Jahr später dann meiner Mutter, mein Vater erfuhr es als Letzter.

Wo hast du dich geoutet?

Meiner besten Freundin habe ich es bei ihr zu Hause gesagt. Meine Mutter erfuhr es dann bei einem gemeinsamen Pizzaessen. Da habe ich ihr meine sexuelle Neigung als Hauptthema am Tisch serviert :-). Und mein Vater hat es dann bei uns zu Hause beiläufig mitbekommen.

Wie haben es Mutter und Vater aufgenommen?

Meine Mutter mit sehr viel Fassung, sie hatte es sich schon gedacht! *ups*, mein Vater hat schon etwas länger gebraucht, aber mit Fassung hat er es dann auch aufgenommen.

Wann und wie erwachte dein Interesse für die Bartmänner, Bären und die Bärenszene?

Im Laufe der Zeit entwickelte ich meine Neigung zu behaarten Männern, am Anfang war es der Drei-Tage-Bart, am Ende dann der Vollbart.

Was bewog dich zu kandidieren?

Da mir die Bärenszene mit der Zeit sehr ans Herz gewachsen ist, wollte ich mich gerne aufstellen, um die Bärenszene hier in meiner Region wieder interessanter zu machen.

Was sind deine Pläne für die Zukunft, d.h. im kommenden Jahr?

Ja, ich habe Pläne! Ich möchte ein Projekt verfolgen mit allen Kandidaten zusammen, in dem es darum geht, die Community mal wieder weg vom PC und auf die Beine und vor die Tür zu bekommen unter dem Motto: Zusammen macht es mehr Spaß! Grundsätzlich geht es darum, den Prozess, den unter anderem Internetplattformen wie zum Beispiel gayromeo, gayroyal u.a. beschleunigt haben, nämlich dass der durchschnittliche Gay heutzutage viel lieber das "Essen" nach Hause bestellt, da er in einem Katalog genau das bestellen kann, wonach ihm gerade der Sinn steht.


Er glaubt zumindest, er bekäme das, was er bestellt hat und die Wirklichkeit zeigt manchmal ein grausames Gesicht. Aber darüber wird gerne hinweggesehen, denn es ist ja so schön bequem und billig, und wenn das, was einem da so begegnet, nicht gefällt, kann man ja einfach die Tür wieder zumachen oder schiebt ne "Mein Gott, hoffentlich ist das bald vorbei“-Nummer!
Je nach Ausprägung der Schamgrenze. In der richtigen Szene kann man sich auch die Richtung der Lokalitäten aussuchen, die einem zusagt und den Rest auf sich zukommen lassen. Die Leute sollen sich wieder begegnen und erleben und somit die Community am Leben halten. Denn nur eine geschlossene Community ist stark, einzeln vor seinem PC ist jeder letztendlich allein.

Befreundete Vereine wie die Bartmänner Köln haben diesen Weg schon begonnen, nun gilt es, diesen Weg erfolgreich fortzusetzen, frei nach dem Motto, zusammen macht es mehr Spaß!

Da sehe ich meine Hauptaufgabe drin. Über die einzelnen Schritte, wie wir dieses Ziel erreichen, können wir uns nächstes Jahr unterhalten, es sei denn, die Mayas haben Recht und am 21.12.12 um ca. 23 Uhr geht die Welt unter, aber dann brauchen wir uns um den Zustand unserer Community auch keine Sorgen mehr zu machen.


In diesem Sinne ein hoffentlich schönes, besinnliches Weihnachten und so Gott will, ein irgendwie geartetes 2013! Des Weiteren werde ich zumindest versuchen, möglichst viele Events zu besuchen und das sogar europaweit.

Was mir nun noch am Herzen liegt.
Ich möchte mich an dieser Stelle bei allen Menschen bedanken, die diese Tage zu dem gemacht haben, was sie wurden, nämlich unvergessliche Tage! Außerdem liegt mir am Herzen, daraufhin zu weisen, dass mein Vorgänger Nils eine supergeniale Arbeit geleistet hat, die ich gerne versuchen möchte, erfolgreich fortzusetzen.